Fall 39
Einleitung
Eben noch in der Berlinale Jury, nun selbst wieder mit einem Film auf der Leinwand: In Christian Hallwarts Horror-Thriller „Fall 39“ zeigt die sonst für ihre facettenreichen Rollen bekannte Renée Zellweger nun schon zum zweiten Mal nach dem Remake von The Texas Chainsaw Massacre, was sie in diesem Genre so drauf hat. Ob Frau Zellweger echte Gruselfans überzeugen kann?
Storyline
In der ersten Szene fühlt sich der Zuschauer zunächst einmal, als hätte er sich ausversehen in ein Sozialdrama verlaufen. Die sensible Kinder- und Jungend-Sozialarbeiterin Emily Jenkins (Renée Zellweger) ist ohnehin schon überlastet und bekommt von ihrem Chef auch noch einen weiteren Fall aufgebrummt. Nummer 39. – die 10jährige Lilith (Jodelle Ferland), die unter dem Verdacht steht, von ihren Eltern (Kerry O‘Malley & Callum Keith Rennie) misshandelt zu werden.
Einem Hausbesuch bringen die abgekämpt wirkenden Eltern unverhohlene Ablehnung entgegen. In einem unbemerkten Moment kann die verschüchterte Lilith der Sozialarbeiterin jedoch zuflüstern, dass ihre Eltern sie „zur Hölle“ schicken wollen. Ohne Beweise kann diese allerdings erstmal nichts unternehmen.
Doch dann erreicht sie ein Anruf von der verängstigten Lilith, dass sich die Vorwürfe gegen die Eltern konkretisieren und ein neues Ausmaß erreichen. Zusammen mit dem Polizisten Mike Barron (Ian McShane) kann sie gerade noch eingreifen, ehe die völlig durchgedrehten Eltern ihre Tochter im Ofen verbrennen.
Lilith kommt in ein Kinderheim, während de Eltern in eine psychatrische Anstalt eingliefert werden. Emily scheint fortan die wichtigste Bezugsperson im Leben des Kindes zu sein, was wohl auch darauf zurückzuführen ist, dass sie selbst eine schwere Kindheit hinter sich hat. Überraschenderweise gelingt es ihr das Sorgerecht for das kleine Mädchen zu bekommen. Alles scheint doch noch gut zu werden, bis in Liliths Therapiegruppe ein Junge auf bestialische Weise seine Eltern tötet.
Schon bald häufen sich die mysteriösen Unglücke und Gänsehautmomente im Leben von Emily und Lilith. Fortan muss die angagierte Sozialarbeiterin um ihr eigenes Leben kämpfen.
Bewertung
Trotz der geballten Horror-Schock-Momente wirkt der Film dank ausgewogener Effekte nicht zu unruhig. Allerdings lässt die Story zu wüschen übrig. Viel zu schnell findet sich der Zuschauer in einem Sample aus „der Exorzist“, „Das zweite Gesicht“ und „das Omen“ wieder. Ist der süße Engel nun von Dämomen besessen, kann gar nichts dafür oder ist doch einfach nur der personifizierte Schrecken?
Herausragende Leistung erbringt allerdings Jungschauspielerin Jodelle Ferland, die wir sicherlich noch öfter sehen werden, während Renée Zellweger in der Rolle als labile Beschützerin z.B. in „Weißer Oleander“ brilliert, in „Fall 39“ jedoch zu sehr in der Opferrolle untergeht.






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