Shutter Island
Einleitung
Es gibt in Hollywood ja bekanntlich Traumpaare die, wenn sie zusammen arbeiten, einfach immer einen Hit landen. Ein solches Erfolgsteam sind auch Regie-Urgestein Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio. Der neuste Psychothriller „Shutter Island“ beweist bereits zum vierten Mal, dass aus dem Mädchenliebling von damals ein begnadeter Charakterschauspieler geworden ist, der das Publikum diesmal mit knallharter Psychoanalyse zu fesseln weiß.
Storyline
Massachusetts in den 50ern: In biederen Anzügen, mit den Erinnerungen an den zweiten Weltkrieg im Hinterkopf, werden die zwei US-Marshals Edward „Teddy“ Daniels (Leonardo DiCaprio) und Chuck Aule (Mark Ruffaelo) zu einer Ermittlung auf die Küsteninsel Shutter Island geschickt. Hier befindet sich gut abgeschirmt vom Festland das Ashcliffe Hospital, in dem 66 der schwersten psychisch gestörten Verbrecher des Landes behandelt werden. Doch einer Patientin, Rachel Solando (Emily Mortimer) gelang anscheinend die als unmöglich geltende Flucht. Bei den Ermittlungsarbeiten stellt sich jedoch heraus, dass die Patientin gar nicht von der bedrohlich wirkenden Insel geflohen ist, sondern vor Gehirnwäsche und Experimenten in einer Höhle Zuflucht fand.
Durch einen Hurrikan verschiebt sich die Rückkehr der Ermittler aufs Festland jedoch, so dass sie, von merkwürdigen Träumen geplagt, die eigentlichen Machenschaften auf der Insel aufdecken wollen. Denn irgendwas läuft hier völlig falsch. Irgendwo scheint es noch einen weiteren Patienten zu geben, nämlich Andrew Laeddis, der für den Mord an Daniels Frau verantwortlich sein soll. Und die Theorie, dass man die Patienten mit Gehirnwäsche und spezieller Medikamention in Killermaschinen für den Kalten Krieg umfunktionieren möchte, klingt nicht nur auf dem ersten Blick absurd.
Lief die Geschichte bis dahin noch fast zu ruhig ab, was für zusätzliche Spannung sorgt, wird die Wahrnehmung von Teddy Daniels immer verworrener. Traumsequenzen, in denen seine ermordete Frau auftaucht, so wie der eigene Mord an Aufsehern des Konzentrationslagers Dachau während des zweiten Weltkrieges, wechselns sich in paranoiden Schüben ab. Im Leuchtturm der Insel kommt es dann zu einem überraschenden und abrupten Wandel der Story, der die Zuschauer zu einem kleinen Gehirnpurzelbaum zwingt: Sowohl Chefarzt Dr. John Cawley (Ben Kingsley) als auch sein Daniels Partner Chuck Aule entpuppen sich plötzlich als Psychotherapeuthen, die diesen eigentlich behandeln. In einem Rollenspiel verschwinden sowohl die Indentität des vermeintlichen Mörders Andrew Laeddis, als auch die von Daniels selbst. Die ganze Ermittlung scheint nur eine Ausgeburt seines kranken Gehirns zu sein. Doch woher stammt dann eigentlich die Wunde an Daniels Schläfe?
Bewertung
Nicht ganz einfache Filmkost, die den Zuschauer auch lange nach der letzten Szene nicht loslassen wird.






Wir freuen uns auf Dein Kommentar!