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Verdammnis

5 Februar 2010 2.309 views No Comment




Einleitung
Eine 10 teilige Krimireihe rund um den Journalisten Mikael Blomkvist hatte der Autor Stieg Larsson geplant. Doch nur drei Bücher konnte er vor seinem Tod im Jahr 2004 beenden. Die unter dem Titel Millenium-Trilogie posthum veröffentlichten Werke des schwedischen Friedensaktivisten feierten bisher weltweiten Ruhm. Nach dem Erfolg der Kinoadaption des ersten Romans „Verblendung“ läuft seit dem 04.02.2010 in dend eutschen Kinos.

Storyline
Nach den Erfolgen aus dem ersten Teil bekommt der mittlerweile mit seinem linken Blatt, dem Millenium-Magazin, zum Star-Journalisten aufgestiegene Mikael Blomkvist (Michael Nyqvist) Hinweise zu einer brisanten Story auf den Tisch: Nachwuchs Reporter Dag Svensson hat einen Skandal aufgedeckt. Brutaler Menschenhandel und Prostitution, in die auch Spitzenmänner der schwedischen Regierung verwickelt sind.

Doch ehe alle Details ans Licht kommen, werden Svennson und seine Lebensgefährtin ermordet aufgefunden. Die Tatwaffe führt zum Anwalt Nils Bjurmann. Doch auch der ist bereits Opfer einer tödlichen Kugel geworden.

Anders als man erwartet, taucht auch in dem zweiten Kriminalstreifen der heimliche Star aus dem ersten Teil „Verblendung“ auf – die androgyne und kaltschnäuzige Hackerin Lisbeth Salander (vortrefflich besetzt durch Noomi Rapace) wird des Mordes verdächtigt. Immerhin finden sich ihre Fingerabdrücke auf der Waffe. Das letzte Opfer, der Anwalt, war außerdem Salanders Vormund.

Während die Polizei die Verfolgung aufnimmt, glaubt Blomkvist nicht an die Schuld seiner Gespielin aus dem ersten Teil. Beide machen sich unabhängig voneinander im Untergrund auf die Suche nach den wahren Tätern und stoßen auf einen Sumpf an blanker Gewalt und düsteren menschlichen Abgründen.

Auch die Verfilmung des zweiten Larsson Romans verspricht wieder ein spannendes Kriminalabenteuer mit einigen Gänsehaut-Momenten zu werden. Mehr noch als Niels Arden Oplev im ersten Teil misst Regisseur Daniel Alfredson der betont coolen und gleichzeitig verletzlich wirkenden Lisbeth Salender besondere Aufmerksamkeit zu. War sie in „Verblendung“ noch eher die Nebenfigur zu Blomkvist, verdichtet sich die nun Handlung immer mehr um sie. Wie schon in Larssons Büchern wird das Thema „Gewalt gegen Frauen“ besonders thematisiert: In der Schlussszene erscheint Salender als unbarmherziger Racheengel a là Kill Bill, der zur Vergeltung für das ausholt, was man ihr einst antat.

Fast verliert sich Alfredson bei der Umsetzung zu sehr in dem Facettenreichtum der Figuren, schafft es aber durch ausgesuchte Action-Höhepunkte diese Hürde zu meistern.

Bewertung:
Zuschauer, die weder den ersten Teil, noch die Romane kennen, können trotz der vielen Anspielungen und Verweise locker in die Handlung einsteigen. Lediglich die ersten Szenen ziehen sich etwas. Sobald die Figur Salenders im Geschehen auftaucht, gewinnt der Film jedoch an Dynamik. Allein schon für die schauspielerischen Leistungen von Noomi Rapace lohnt es sich auf den dritten Teil zu warten, der noch diesen Sommer in die Kinos kommen soll.

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