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Zeiten ändern dich

12 Februar 2010 878 views No Comment

Einleitung
Nachdem seine Biographie kurze Zeit sogar die Spiegel Bestseller Charts anführte und Auszüge des Buches bereits in der Bildzeitung zu lesen waren, erschien nun das Lebenswerk des erfolgreichsten deutschen Rappers im Kino. Damit steigt Bushido in die Fußstapfen von Eminem und 50 Cent. Ob diese nicht vielleicht eine Nummer zu groß sind? Wir haben uns den Film für euch angeschaut.

Storyline
Die Geschichte fängt mit einer Rückblende an. An seinem 29. Geburtstag sitzt Bushido (gespielt von sich selbst) in seinem Tourbus. In der Hand eine Karte seines Vaters.
Im Rückblick erfahren wir nun, wie es zum Bruch zwischen Vater und Sohn kam. Wie der alkoholsüchtige Vater (gespielt von Adolfo Assor) regelmäßig die Mutter des kleinen Anis Mohamed Ferchichi, so Bushidos bürgerlicher Name, brutal verprügelt.

Auch in der Schule läuft es nicht gut. Als Kind mit Migrationshintergrund wird er von den Mitschülern ausgegrenzt, lernt schnell sich wie der Vater mit Gewalt und Schlägen Respekt zu verschaffen und bekommt diesen auch.

Als Jugendlicher Gymnasiumabbrecher schlägt er dann endgültig den Weg in die Schiefe Bahn ein: Mit dem Startkapital seiner Mutter (gespielt von Hannelore Elsner) schafft er den Einstieg als Drogendealer. Geld spielt fortan keine Rolle, und die Liebe zur ganz anders aufgewachsenen Selina (gespielt von Karolina Schuch) wächst wie ein zartes Pflänzchen. Die wohlhabenden Eltern (gespielt von Uwe Ochsenknecht und Katja Flint) sind gar nicht begeistern vom neuen Freund ihrer Tochter, als sie zum Essen in ihre Villa laden. Schon wieder sieht sich der junge Anis mit Diskriminierung und Anfeindungen aufgrund seiner Herkunft konfrontiert.

Bei einem letzten größeren Deal wird Anis verhaftet und zu einer Jugendhaftstrafe mit einer Ausbildung zum Maler und Lackierer verurteilt. Hier trifft er auf Rapperkollegen Fler. Die beiden verbindet schnell eine tiefe Freundschaft, die durch die Leidenschaft für Graffitis und harte Reime aufrecht gehalten wird. Zurück in Freiheit beschließt er fortan ein neues Leben und gibt sich selbst einen neuen Namen, den er mit einem Tattoo am Hals besiegelt: Bushido – der Weg des Kriegers.





Doch Freundin Selina ist gar nicht begeistert über die Entwicklung. Bei einem Streit über die Tätowierung kommt es zur Eskalation. Bushido wird ihr gegenüber gewalttätig. Die Beziehung zerbricht.

Trotzdem oder gerade deshalb geht er seinen Weg, wird einer der erfolgreichsten Rapper des Landes, aber auch einer, der die Nation spaltet. Mit einem Konzert am Brandenburger Tor soll ein Imagewandel vollzogen werden. Sein Vater und seine Mutter treffen dafür zum ersten Mal nach all den Jahren aufeinander. Gibt es ei Happy End?

Bewertung
Der Stoff, den Uli Edel nach dem Drehbuch von Bernd Eichinger verfilmt hat, glänzt zwar mit hochkarätiger schauspielerischer Besetzung, doch setzt genau so sehr auf das Skandal Image, wie die Musik von Bushido. Gewalt und Frauenfeindlichkeit wird hier eben so verherrlicht wie Drogenkonsum. Was Neues? Nicht wirklich. Für Fans des Rappers jedoch bestimmt ein sehenswerter Streifen.

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